Ein wunderschönes, denkmalgeschütztes Bahnhofsgebäude aus dem Jahr 1865, das nicht genutzt wird und langsam verfällt? Das kann nicht sein, dachten sich die Verantwortlichen und fanden die perfekte Lösung.Ein ortsansässiger Architekt kaufte kurzerhand das Gebäude und schnell war das neue Nutzungskonzept gemeinsam mit der Diakonie, dem Psychosozialen Trägerverein und den Iserlohner Werkstätten entwickelt.Der psychosoziale Trägerverein suchte zentral gelegene Wohnungen für Menschen mit Behinderung. Diese Wohngruppen haben hier jetzt ein Zuhause gefunden. Die Iserlohner Werkstätten suchten nach einer Immobilie für eine Projektidee, die hier gemeinsam mit dem Diakonie-Service in Form des CaféBistro Bahnsteig42 realisiert werden konnte. Hier wird das CaféBistro selbstständig von Menschen mit Behinderung betrieben und für diese die Teilnahme am Arbeitsleben erleichtert beziehungsweise erst ermöglicht. Darüber hinaus ist die Redaktion des Magazins caput, einer hauseigenen Zeitschrift, die von Menschen mit körperlicher Behinderung in Eigenregie erstellt wird, in diesem Gebäude untergebracht. Abellio, als Betreiber der Bahnlinie kann den Bahnhof als solchen weiter nutzen und ihren Fahrgästen eine attraktive Station mit viel Service und Nutzen bieten.Und – allen voran – die Letmather Bürger freuen sich darüber, dass der beliebte Bahnhof erhalten bleibt und mehr denn je genutzt wird. Das architektonische Kleinod, das den Beginn des Stadtteils Genna markiert, soll in Zukunft mehr und mehr zu einer zentralen Station werden, an der sich Bahngleise, Wanderwege, Fahrradwege und kulturelle Interessen kreuzen. Mit der Gastronomie im Innen- und Außenbereich sowie den weiter geplanten Grünflächen ist hier eine Begegnungsstätte für Menschen jeden Alters entstanden.

Bahnsteig42. Hier kommt man zusammen.

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